Zehn Dinge, von denen man 2017 die Finger lassen sollte

2016 war eine Granate. Ich habe nichts zu meckern: Das vergangene Jahr war überaus großzügig zu mir. Viele Wünsche wurden erfüllt – auch manche, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie hatte.

Das war nicht immer so. Manchmal ist schon das Ausbleiben von Unglück ein großer Grund zur Freude, zum Zufriedensein. Traurige Nachrichten oder bittere Enttäuschungen brechen oft unerwartet über uns hinein. Aber Mädels, wir müssen uns auch nicht alles geben, wenn wir es geschickt umgehen können. Auf was können wir im neuen Jahr getrost verzichten? Was sollten wir unbedingt verhindern, sofern es in unserer Macht steht?

Hier meine Liste der überflüssigsten Dinge 2017:

1. Nervige Familienfeiern oder andere schnöde Festivitäten. Da gehen wir einfach nicht hin! Der 30. Geburtstag des buckeligen Cousins? Die zehnte Grünkohltour? Gähn. Ich tanze nur noch auf den spannenden Hochzeiten. Bei allen anderen Festen habe ich Grippe oder einen sehr wichtigen Termin.

2. Langweiler. Die sind noch schlimmer als fade Feste. Leute, die drei Stunden von ihren Bausparverträgen erzählen? Muss ich mir nicht anhören. Tschüss! Da gebe ich mich lieber weiter mit den flatterhaften, anrüchigen Typen an der Theke ab. Ein bisschen Spaß muss sein, das kann mir keiner verübeln.

3. Angst. Sie ist die Bremse für jegliche Umwälzungen und Abenteuer im Leben. Wenn mein Hochzeitsflirt Jens mich also fragen sollte, ob ich ihn in China besuche, sage ich also einfach „ja“ oder besser „na klar“, ohne Zögern, ohne Skrupel, ohne „jein“ oder „vielleicht“. Zurückfliegen kann ich ja immer noch.

4. Vergesslichkeit und Schusseligkeit. Sie sind das Dreamteam aus der Hölle und fressen viel Zeit und Energie. Aber man kann gegen sie vorgehen – mit Weckern, Kalendern und Eselsbrücken. Auch 2017 nehme ich den Kampf gegen das Schlüssel-Vergessen und Termine-Verpeilen wieder auf.

5. Schlechte Filme, schlechte Bücher: Damit vergeudet man viel zu viel Zeit. Ich werde in 2017 noch mehr Film- und Buchkritiken studieren, um weitere Reinfälle zu verhindern. Auch will ich es mir mal erlauben, ein geschenktes Buch zu verschmähen oder aus dem Kino zu fliehen, wenn’s zu übel wird.

6. Menschen, die nicht wissen, was sie wollen, lasse ich Menschen sein, die nicht wissen, was sie wollen. Wozu Lebenszeit mit Zweiflern vergeuden? Schließlich warten woanders saugute Weggefährten mit klaren Gedanken und gefassten Plänen. Nein, im Schwebezustand zu verharren, ist keine Option.

7. Auf der Wartebank sitzen möchte ich nicht, Druck und Erpressung brauche ich aber auch nicht. Leute, die an mir zerren, mir ein schlechtes Gewissen machen und mich bestimmen wollen: Rutscht mir doch den Buckel runter. Jetzt? Sofort? Keine Zeit, keine Lust. Ihr kommt auch mal ohne mich aus.

8. Falsche Freunde: Sie sind so überflüssig wie der Blinddarm. Immer wieder trifft man sie im Leben und kann nichts mit ihnen anfangen. Sie sind nicht da, wenn man sie braucht. Sie nerven einen, wenn man sie nicht braucht. Sie sind vergesslich, wenn man in Not ist. Bis man sie vergisst. Zum Glück.

9. Sonnenbrände und Insektenstiche: Knallrot über die Strandpromenade spazieren? Peinlich, peinlich. Das passiert nur Anfängern. Auch 2017 will ich UV-Pannen mit ausreichend Creme und einem gelegentlichen Bad im Schatten verhindern. Für Reisen in Moskito-Risikogebiete wappne ich mich diesmal mit noch mehr übel riechendem Anti-Insekten-Spray, um nicht wieder wochenlang wie ein Streuselkuchen durch die Weltgeschichte zu gondeln.

10. Sich im unzurechnungsfähigen Zustand piercen, tätowieren, verloben oder verheiraten lassen. Hier spricht die Stimme der Vernunft: Bitte nicht, Mädels! Wir könnten es ja später bereuen. So geil und abgefahren 2017 auch werden mag, ein paar Dinge kann man sich noch für 2018 aufheben. 😉

In diesem Sinne: Ein wunderschönes neues Jahr wünscht euch eure Bonny!

 

Bilder: Imago