Im Glücksrausch – oder: Claudia im Ü18-Urlaub

Buenos días, amigas und amigos! Ich bin zurück aus dem Erwachsenenurlaub! Und es war herrlich! 😀

Aber der Reihe nach.

Die Hochzeit

Majas und Hennings Hochzeit war wunderbar. Genau so, wie die beiden es sich gewünscht hatten. Alles war dabei:

Ein Chor in der Kirche. Ein gewitzter Pfarrer. Ein paar Tränchen der Rührung. Eine hübsch geschmückte Location. Superleckeres Essen. Eine Hochzeitsgesellschaft mit perfekter Anzahl an Leuten (nicht zu viel, nicht zu wenig). Eine selbst-ironische Tanzeinlage von Hennings Fußballmannschaft.
Ab und an ein giftiger Blick von jenem Mädel, das ich nicht zum Junggesellinnenabschied eingeladen hatte, weil es Maja ein paar Mal schwer enttäuscht hat und es seitdem für sie einfach keine Freundin mehr ist.
Ein Brautpaar auf Wolke 7, mit einer Braut in wunderschönem Brautkleid.

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Uuuund auch dabei: Die Trauzeugin der Braut (die übrigens das zweitschönste Kleid an diesem Abend trug ;)), die sich bis zuletzt nicht wirklich um eine Begleitung für diese Hochzeit bemüht hat. Aus Gründen. Sowie der Trauzeuge des Bräutigams, der sich bis zuletzt nicht wirklich um eine Begleitung für diese Hochzeit bemüht hat. Aus Gründen. …Und wer jetzt eins und eins zusammenzählen kann, der weiß, wer da mit wem beim Eröffnungstanz gemeinsam mit dem Brautpaar auf der Tanzfläche stand. 😉

Die Trauzeugen

Mirko, seit langem Hennings bester Freund, und ich kennen uns zwar schon länger. Aber… naja, immer nur so vom zufälligen Sehen durch unsere gemeinsamen Freunde. Außerdem waren wir beide bis vor mehreren Monaten anderweitig vergeben. Doch seit er mir beim JGA-Dilemma aus der Patsche geholfen hat, ist mir seine warme, tiefe Stimme im Ohr geblieben. Und dann hatte Henning sich im Auftrag von Mirko bei Maja vergewissert, ob ich Single sei. Da hat Maja die Augen weit aufgerissen, war ganz aus dem Häuschen und hat mich angerufen. Und da Mirko und ich ja beide Trauzeugen sind, gab es natürlich jeeeede Menge zu besprechen vor der Hochzeit… Das war äußerst praktisch. Es gab immer einen Vorwand, sich gegenseitig zu kontaktieren. Die Tatsache, dass der Hochzeitstermin immer näher rückte, war also gewissermaßen auch ein bisschen traurig.

Irgendwann flachste Mirko rum und meinte, nach diesem ganzen Organisationskram sei er urlaubsreif. Er würde sich einfach dem Brautpaar anschließen und mit den beiden in die Flitterwochen düsen. Was ich nicht peilte: Er hatte gehofft, ich würde mit einem „Ich auch! Lass uns doch zusammen in den Urlaub fahren“ antworten. Doch das hat er mir dann erst zu etwas späterer Stunde auf der Hochzeit gestanden. Ach, es war so schön! Ich kam aus dem Grinsen nicht mehr raus. Den restlichen Abend feilten wir dann immer wieder an unserer ultimativen Urlaubsplanung. Es war zwar nicht alles ganz ernst gemeint; aber es war diese typische Situation, in der man unter dem Deckmantel des Rumalberns auch Überlegungen einstreut, die insgeheim eben doch so ein bisschen ernst gemeint sind.

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Nach der Feier lag ich voller Endorphine in meinem Bett (jahaa, alleine), war kurz vorm Einschlafen – da piepte mein Handy:

Es war schön. Schlaf gut!

Als ich am nächsten Morgen Mittag aufwachte und gerade mit dem Grübeln beginnen wollte, wieviel Ernst und wieviel Spaß in der Sache mit dem Urlaub nun wirklich steckte, hatte ich bereits eine weitere Nachricht auf dem Handy. Es war ein Link. Ein Link zu einem „7 Tage Mallorca 4*-Hotel ab 18, direkt am Strand, HP“- Angebot. Dazu eine Nachricht:

Sag ja oder ignorier es einfach. …Wobei mir ein Ja deutlich lieber wäre. Es ist auch ein Hotel ohne Kinder 😉

Über diesen Hinweis musste ich lachen. Schon wieder. In der Hochzeitsnacht waren wir kurz auf die Kinderdiskussion zu sprechen gekommen, über die ich hier im Blog auch schon mal sinniert hatte. Wusste gar nicht, dass es solche Hotels für Erwachsenenurlaub gibt.

Ich liebe Mallorca. Nein, nicht die dämliche Ballermann-Ecke. Sondern alles andere. Die tausenden schönen Ecken.

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Ich las mir das ganze Angebot durch, überprüfte die (grandiosen) Bewertungen des Hotels im Internet, war begeistert. In heller Aufregung und Vorfreude tippte ich als Antwort:

Sí!

Malle is nur einmal im Jahr

Und dann ging alles (Urlaubsantrag, buchen, Koffer packen) ganz schnell. (Nun ja – SO schnell dann leider doch nicht, weil unser Flug, der früh morgens hätte starten sollen, annulliert wurde, und unser blöder Reiseveranstalter Guckinsdorf uns einfach in einen Flieger verfrachtet hat, der uns erst am Abend unseres ersten Urlaubstages im Hotel eintreffen ließ.)

Der Erwachsenenurlaub war traumhaft. Die richtige Mischung aus Entspannt-am-Pool/Meer-liegen, den Wellen zuhören, Sonnenuntergängen zusehen, Sangría trinken und braun werden einerseits und kilometerlangen Radtouren, versteckte Buchten entdecken, Führung durch die Höhlen Cuevas de Arta (bei der übrigens zufällig auch Schauspieler Herbert Knaup mit seiner Familie dabei war) andererseits.

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Ach: Und mit Verliebtsein.

 

(Bilder: imago/privat)